Azurit xx mit Malachit

Azurit xx mit Malachit

Azurit: aus der Mineralklasse der „Carbonate und Nitrate“
Chemische Formel: Cu3(CO3)2(OH)2
Herkunft: China, Prov. Jiangxi
Mohshärte: 3,5 bis 4
Dichte (g/cm³): 3,8
Kristallsystem: monoklin
Bemerkung: Leicht löslich in verd. Salzsäure unter CO2-Abgabe
Farbe: Tiefblau (Azur)

Malachit: aus der Mineralklasse der Carbonate
Chemische Formel: Cu2[(OH)2|CO3]
Herkunft: China, Prov. Jiangxi
Mohshärte: 3,5 bis 4
Dichte (g/cm³): 3,6 bis 4,05
Kristallsystem: monoklin
Bemerkung: auffällige, meist wellenförmige Bänderungen, Pleochroismus
Farbe: Blass- bis dunkelgrün

Azurit xx mit Malachit

Azurit xx mit Malachit

Azurit xx mit Malachat

Lupenaufnahme

Arsenopyrit xx in Matrix

Arsenopyrit: Mineral aus der Mineralklasse der Sulfide mit dem Verhältnis
Metall zu Schwefel (Selen, Tellur) kleiner als 1:1
Chemische Formel: FeAs1,1S0,9 bis FeAs0,9S1,1
Herkunft: Schwarzwald (Grube Clara)
Mohshärte: 5,5 bis 6
Dichte (g/cm³): 6,07 bis 6,18
Kristallsystem: monoklin, pseudo-orthorhombisch
Bemerkung: Arsenkies ist das wichtigste Ausgangsmineral zur Arsen-Gewinnung. Es enthält in reinem Zustand etwa 46 % Arsen, 34.3 % Eisen und 19,7 % Schwefel.
Bitterer Geruch nach dem Aufbrechen.

Arsenopyrit xx in Matrix

Arsenopyrit xx in Matrix

Arsenopyrit xx in Matrix

Lupenaufnahme

Kristallsystem

Symmetriebezogenes Klassifizierungsschema für kristalline Festkörper nach
Christian Samuel Weiss (1780–1856)
Sieben Kristallsysteme werden unterschieden, die sich jeweils auf das gleiche Achsenkreuz  beziehen, das den Kristallkörper im Mittelpunkt schneidet: triklin, monoklin, orthorhombisch, tetragonal, trigonal, hexagonal und kubisch.

Zuordnung der kristallographischen Punktgruppen zu den Kristallsystemen

Kristallsystem Holoedrie Punktgruppen (Hermann-Mauguin-Kurzsymbole)
triklin 1 1, 1
monoklin 2/m 2/m, m, 2
orthorhombisch mmm mmm, mm2, 222
tetragonal 4/mmm 4/mmm, 42m, 4mm, 422, 4/m, 4, 4
trigonal 3m 3m, 3m, 32, 3, 3
hexagonal 6/mmm 6/mmm, 62m, 6mm, 622, 6/m, 6, 6
kubisch m3m m3m, 43m, 432, m3, 23

 

  • Monoklines Kristallsystem: Ein Basisvektor (üblicherweise die y-Achse) wird in die zweizählige Drehachse gelegt. Daraus ergeben sich zwei 90°-Winkel, aber keine Beschränkung bezüglich der Achsenlängen.
  • Orthorhombisches Kristallsystem: Die Basisvektoren werden in die 2-zähligen Drehachsen gelegt. Daraus ergeben sich drei 90°-Winkel (daher ortho), aber keine Beschränkung bezüglich der Achsenlängen.
  • Hexagonales Kristallsystem: Ein Basisvektor (üblicherweise die z-Achse) wird in die 6-zählige Drehachse gelegt, die zwei anderen in die dazu senkrechten 2-zähligen Drehachsen. Man erhält zwei gleich lange Achsen in einer Ebene mit 120°-Winkel, die dritte Achse senkrecht dazu.
  • Tetragonales Kristallsystem: Ein Basisvektor (üblicherweise die z-Achse) wird in die 4-zählige Drehachse gelegt, die zwei anderen in die dazu senkrechten 2-zähligen Drehachsen. Man erhält zwei gleich lange Achsen und drei 90°-Winkel.
  • Trigonales Kristallsystem: Für dieses Kristallsystem sind zwei Koordinatenaufstellungen gebräuchlich: entweder drei gleich lange Basisvektoren und drei gleiche Winkel (rhomboedrisches Koordinatensystem) oder eine Aufstellung wie im hexagonalen Kristallsystem.
  • Kubisches Kristallsystem: Die Basisvektoren werden in die 4-zähligen Achsen gelegt. Man erhält drei gleich lange Achsen und drei 90°-Winkel

Qelle Wikipedia Kristallsystem

Mohshärte

Dieser Härtewert lässt sich nur durch den Vergleich von mehreren Werkstoffen oder Werkstoffzuständen ermitteln.

Harte Stoffe ritzen weiche. Diese Einsicht ist Grundlage der Härteprüfung nach Friedrich Mohs (1773–1839), die vornehmlich in der Mineralogie zum Einsatz kommt. Mohs, ein Geologe, ritzte verschiedene Minerale gegeneinander und ordnete sie so nach ihrer Härte. Durch das exemplarische Zuordnen von Zahlenwerten für weit verbreitete und somit leicht zugängliche Minerale entstand eine Ordinalskala, die Mohs-Skala, die in der Mineralogie und Geologie bis heute in weitem Gebrauch ist. Die Härteunterschiede zwischen den einzelnen Referenzmineralen sind nicht linear. Angaben zur Härte von Mineralen beziehen sich immer auf die Mohs-Skala, falls nichts anderes angegeben ist. Zum Vergleich aufgeführt ist die auch als absolute Härte bezeichnete Schleifhärte nach Rosiwal, die den Schleifaufwand des jeweiligen Stoffes charakterisiert und einen besseren Eindruck von den tatsächlichen Härteverhältnissen gibt. Beide Härteskalen sind einheitslos. Außerdem ist in der Tabelle die Härte nach dem Vickersverfahren angegeben. Sie gibt den besten Bezug auf die heute gängigen Härtemessverfahren wieder.

In Bezug auf die Verwendbarkeit und Pflegebedürftigkeit von Mineralen als Schmuckstein wird oft auch eine etwas gröbere Einteilung angegeben. So gelten Minerale der Mohshärte 1 bis 2 als weich, von 3 bis 5 als mittelhart, und alle Minerale über der Mohshärte 6 werden als hart bezeichnet.
Qelle Wikipedia Mohshärte

Mineral Härte    (mohs) absolute     hÄRte Vickershärte
IN hv
Bemerkungen
Talk 1 0,03 2,4 mit Fingernagel schabbar
Gips oder Halit 2 1,25 36 mit Fingernagel ritzbar
Calcit (Kalkspat) 3 4,5 109 mit Kupfermünze ritzbar
Fluorit (Flussspat) 4 5,0 189 mit dem Taschenmesser leicht ritzbar
Apatit oder Mangan 5 6,5 536 mit Taschenmesser noch ritzbar; das härteste menschliche Gewebe Zahnschmelz hat diesen Härtegrad, aber auch das bekannte Schmuckmaterial Strass
Orthoklas (Feldspat) 6 37 795 mit Stahlfeile ritzbar
Quarz 7 120 1120 ritzt Fensterglas
Topas 8 175 1427
Korund 9 1000 2060 Varietäten von Korund sind beispielsweise Rubin und Saphir.
Diamant 10 140.000 10.060 Neben Siliciumcarbid härtestes natürlich vorkommendes Mineral; nur von sich selbst und (unter Hitzeeinwirkung) von Bornitrid ritzbar.
Inzwischen sind einige wenige, künstlich hergestellte, härtere Materialien bekannt, unter anderem: ADNR.

Worum geht es im Blog www.gesteine-mineralien.de?

Willkommen auf meiner Homepage mit dem Blog Gestein-Mineralien, welcher sich mit der Substanz unseres Erdballs und darüber hinausgehend, den (Meteoriten) beschäftigen möchte. Ich werde mich hier mit den Mineralen, natürlicher Produkt, welche unter naturgegebenen Vorgängen (Druck, Wärme) und ohne Einflußnahme des Menschen entstanden sind, auseinander setzen. Ferner, und mit den Mineralen im direkten Zusammenhang stehend, müssen wir auch die Gesteine betrachten. Gesteine sind Mineralaggregate, d.h. sie setzen sich aus verschiedenen Mineralien zusammen. Im Unterschied zu Mineralen sind Gesteine somit heterogene Naturkörper.

Gesteine lassen sich durch ihre mineralogische und chemische Zusammensetzung sowie durch ihr Gefüge und ihren geologischen Verband charakterisieren . Hieraus kann man Rückschlüsse auf die Bildungsbedingungen eines Gesteins ziehen. Das Gefüge eines Gesteins wird auch als Struktur bezeichnet. Die Struktur ergibt sich aus Größe, Form und Beziehung von Körnern und Kristallen innerhalb des Gesteins.